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Einspeisevergütung

Auslaufende EEG-Förderung

Ab dem Jahr 2021 läuft für die ersten Erzeugungsanlagen die EEG-Förderung aus, soweit es sich nicht um Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Wasserkraft handelt. In den Folgejahren wird dies immer mehr EEG-Anlagenbetreiber betreffen.

Zukünftige gesetzliche Regelungen - EEG 2021

Mit dem Kabinettsbeschluss des EEG 2021 vom 23.09.2020 wurden die Regelungen zur auslaufenden EEG-Förderung grundlegend überarbeitet. Die nachfolgenden Informationen sind ein vorläufiger Stand des Gesetzgebungsverfahrens und können sich bis zur tatsächlichen Verabschiedung ändern.

Zusammengefasst ergeben sich aus dem Kabinettsbeschluss folgende Möglichkeiten („vereinfachte Darstellung“). Details können den nachfolgenden Erläuterungen entnommen werden.

*SLP: Standartlastprofil; mME: moderne Messeinrichtung; iMS: intelligentes Messsystem; RLM: registrierende Leistungsmessung **Bei vollständigen Eigenverbrauch entfällt die Sanktionierung

Regelungen für Anlagen mit einer installierten Leistung bis 100 kW:

Volleinspeisung der Anlage mit einem Arbeitszähler und Abnahme durch den Anschlussnetzbetreiber

Diese Option wird automatisch gewählt, wenn keine weiteren Schritte durch den Anlagenbetreiber eingeleitet werden. Der Netzbetreiber nimmt den gesamten erzeugten Strom weiterhin auf und vergütet ihn mit dem Marktwert (Größenordnung: 2 bis 5 Cent/kWh) abzüglich einer gesetzlich vorgesehenen Pauschale von 0,2 – 0,4 Cent/kWh. Eine Änderung der vorhandenen Zähler ist hierfür nicht erforderlich, bis das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die für diese Anlagen notwendige Markterklärung für intelligente Messsysteme veröffentlicht. Ab diesem Zeitpunkt bleiben fünf Jahre zur Nachrüstung mit einem intelligenten Messsystem. Diese Option ist zeitlich beschränkt bis zum 31.12.2027.

Volleinspeisung der Anlage mit einem Arbeitszähler und Abnahme durch einen Direktvermarkter

Die erzeugte Energie wird vollständig in das öffentliche Versorgungsnetz eingespeist. Der Vertrieb erfolgt über einen Stromhändler (Direktvermarkter) an der Strombörse, hierzu ist eine Anmeldung des Direktvermarkters beim Netzbetreiber erforderlich. Eine Änderung der vorhandenen Zähler ist hierfür nicht erforderlich, bis das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die für diese Anlagen notwendige Markterklärung für intelligente Messsysteme veröffentlicht. Ab diesem Zeitpunkt bleiben fünf Jahre zur Nachrüstung mit einem intelligenten Messsystem.

Voll- oder Überschusseinspeisung mit einem intelligenten Messsystem (1/4-stündliche Messung und Bilanzierung)

Mit einem intelligenten Messsystem je Ausprägung bestehen alle Vermarktungs-möglichkeiten: Bei Anlagen in Volleinspeisung kann der Strom wahlweise vom Netzbetreiber oder von einem Direktvermarkter aufgenommen und vergütet werden. Die Vergütung erfolgt dabei genauso wie bei der zukünftigen Option 1 oder zukünftigen Option 2. Für die Vermarktung durch einen Direktvermarkter ist eine fristgemäße Anmeldung durch den Direktvermarkter beim Netzbetreiber durchzuführen. Bei Überschusseinspeisung und Vermarktung des Reststroms durch einen Direktvermarkter sind zusätzliche Steuerungsmöglichkeiten durch den Direktvermarkter erforderlich.

Überschusseinspeisung der Anlage mit einem Arbeitszähler und Abnahme durch den Anschlussnetzbetreiber 

Die erzeugte Energie wird teilweise in das öffentliche Versorgungsnetz eingespeist. Gemäß Kabinettsbeschluss muss allerdings der gesamte erzeugte Strom an den Netzbetreiber abgegeben werden. Der Verbrauch vor Ort ist nicht gestattet und muss durch den Netzbetreiber pönalisiert werden. Die Höhe der Sanktion richtet sich dabei nach dem Arbeitspreis des zuständigen Grundversorgers (ca. 30 Cent/kWh). Sofern die verbrauchten Energiemengen nicht messtechnisch erfasst werden, ist der Netzbetreiber verpflichtet diese zu schätzen. 

Der eingespeiste Strom wird durch den Netzbetreiber nicht vergütet. Die Vermarktung des eingespeisten Stroms an einen Direktvermarkter ist nicht möglich. 

Es wird technisch sichergestellt, dass keine Einspeisung der Anlage in das öffentliche Netz erfolgt.

Die erzeugte Energie wird vollständig vor Ort verbraucht, in dem eine Rückspeisung in das Netz unter zu Hilfenahme eines Energieflussrichtungssensors technisch ausgeschlossen wird. Erfolgt dennoch eine Rückspeisung in das Netz, ist der Netzbetreiber verpflichtet eine Pönalisierung (siehe Option 4) vorzunehmen. Eine Vergütung durch den Netzbetreiber darf nicht erfolgen. Zur technischen Ausführung wenden Sie sich an Ihren Elektrofachbetrieb. Die technische Funktionalität des Energieflussrichtungssensors ist dem Netzbetreiber nachzuweisen. Ein geeigneter Nachweis ist beizubringen. Weitere Informationen dazu erfolgen nach Finalisierung der EEG Novelle 2021.

Weiterer Hinweis:

Wenn Sie die Anlage von Volleinspeisung auf Überschusseinspeisung oder auf vollständigen Eigenverbrauch umstellen, sind für den Eigenverbrauch 40 % EEG Umlage abzuführen. Daher ist ein separater Erzeugungszähler notwendig. 

Regelung für ausgeförderte Anlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 100 kW.

Anlagen > 100 kW fallen bei Auslaufen der Förderung automatisch in die Aufnahme und Vergütung durch den Netzbetreiber (vgl. Option 1 bei Anlagen <100 kW), Eine Aufnahme durch den Netzbetreiber ist hier nur bis zum 31.12.2021 vorgesehen. Daher müssen diese Anlagen spätestens zum 01.01.2022 einen Direktvermarkter für die eingespeiste Energiemenge finden, der den Strom abkauft. Eine Überschusseinspeisung ist in diesem Fall ebenso möglich wie eine Volleinspeisung.

Stand: Kabinettsbeschluss vom 23.09.2020 - Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und weiterer energierechtlicher Vorschriften

Darüber hinaus sind die untenstehenden Optionen 4 – 6 auch gemäß des EEG 2021 weiterhin möglich.

Aktuelle gesetzliche Regelungen – EEG 2017

Nach derzeit gültiger Gesetzeslage sieht der Gesetzgeber nach Ablauf der Förderdauer keine weitere Abnahme- und Vergütungspflicht des eingespeisten Stroms durch den Netzbetreiber vor. Im Folgenden haben wir die aktuell möglichen Optionen zur weiteren Einspeisung aufgeführt, welche durch Änderungen in der Gesetzeslage ebenfalls angepasst werden können:

Umbau der Anlage auf vollständigen Eigenverbrauch (ausschließlich eigene Nutzung der erzeugten Energie)

  • Die erzeugte Energie wird nicht mehr ins öffentliche Versorgungsnetz eingespeist, sondern ausschließlich durch den Erzeuger und/oder durch Dritte zu 100 % vor Ort verbraucht
  • Hierbei kann eine Optimierung durch Speicher, Wärmepumpen und/ oder Elektromobilität bzw. andere geeignete Lasten erfolgen
  • Technisch lässt sich eine Nichteinspeisung auch durch den Einbau von Energiefluss-richtungssensoren unter Berücksichtigung der für die Anlage gültigen technischen Richtlinien realisieren

Erster Schritt dazu ist die Kontaktaufnahme zu einem Elektroinstallateur, um den technischen Umbau abzuklären.

Direktvermarktung der erzeugten Energie

  • Die erzeugte Energie wird vollständig in das öffentliche Versorgungsnetz eingespeist
  • Der Vertrieb erfolgt über einen Stromhändler (Direktvermarkter) an der Strombörse (max. zum Börsenpreis), hierzu ist eine Anmeldung des Direktvermarkters beim Netzbetreiber erforderlich
  • Für die Vermarktung ist eine registrierende Leistungsmessung erforderlich und somit ein Austausch einer ggf. vorhandenen Arbeitsmessung (Arbeitszähler)

Erster Schritt dazu ist die Kontaktaufnahme zu einem Direktvermarkter, der den Strom abkaufen möchte.

Überschusseinspeisung

  • Die erzeugte Energie wird nur teilweise durch den Erzeuger und/oder einen Dritten vor Ort verbraucht; Erster Schritt dazu siehe Option 1
  • Die überschüssige Energie wird in das öffentliche Netz unter den Bedingungen von Option 2 eingespeist

Repowering

  • Für Windenergieanlagen besteht die Option des Repowerings
  • Hierbei ist allerdings immer eine Einzelfallbetrachtung notwendig, da die Vorschriften und Bedingungen für das Repowering verschärft wurden, z.B. die Abstandsregelungen

Rückbau der Anlage 

  • Je nach Zustand der Anlage und ihrer Komponenten ist eine Abwägung empfehlenswert, inwiefern ein Weiterbetrieb nach den vorgenannten Optionen noch eine Alternative darstellen. 
  • Die Abmeldung der Anlage im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur und beim Netzbetreiber ist ebenfalls erforderlich

Anschlussförderung

  • Unter bestimmten Voraussetzungen ist Ihre Anlage für eine Anschlussförderung qualifiziert
  • Die Anmeldungen bzw. Voraussetzungen finden Sie auf der Seite der Bundesnetzagentur

Bei Änderungen der Rechtslage wird dieser Internetauftritt angepasst.

Stand: 4.10.2020

Fragen und Antworten zur auslaufenden EEG-Förderung

Die nachfolgenden Fragen und Antworten beziehen sich auf die aktuellen gesetzlichen Regelungen zum EEG 2017. Die möglichen Änderungen durch das EEG 2021 sind hier nicht berücksichtigt.

Sie haben noch Fragen?

Dann treten Sie gern mit uns in Kontakt:

Team Einspeisung

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Langewahler Straße 60
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