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Messeinrichtung zur Gasmengenermittlung

Thermische Mengenermittlung

Entsprechend DVGW Arbeitsblatt 685 Punkt 10 sind die Verfahren zur Ermittlung von Zustandszahl Z und Abrechnungsbrennwert Hs,eff den Letztverbrauchern in geeigneter Form bekannt zu geben.

1. Verfahren zur Ermittlung der Z-Zahl:

Z = Zustandszahl
Die Zustandszahl z beschreibt den durch Druck und Temperatur bestimmten Zustand eines Gases und ergibt sich aus dem Verhältnis von Normvolumen Vn zu Volumen im Betriebszustand Vb.

Tn= Normtemperatur
Die Normtemperatur ist definiert mit Tn = 273,15 K = 0°C

Teff = Abrechnungstemperatur
Bei Gaszählern ohne Temperaturumwertung ist die Abrechnungstemperatur als Festwert mit 288,15 K = 15°C anzusetzen.
Bei Gaszählern mit Temperaturkompensation erfolgt eine Kompensation des Volumens im Betriebszustand auf den Zustand bei 15°C.
Bei Gaszählern mit Zustands-Mengenumwerter wird die tatsächliche gemessene Temperatur des Gases als Abrechnungstemperatur berücksichtigt.

Pamb = Luftdruck
Maßgebend für den verwendeten mittleren Luftdruck ist die geodätische Höhe beim Letztverbraucher. Zur Vereinheitlichung sind Netze bzw. Teilnetze in Höhenzonen eingeteilt.

Peff = Effektivdruck
Der Effektivdruck wird durch den Sollwert des Ausgangsdruckes des Gasdruckregelgerätes oder den maßgeblichen Druck im Gaszähler vorgegeben.

Pamb + Peff = Pabs= Absolutdruck
Bei Gaszählern mit Zustands-Mengenumwerter wird der tatsächlich gemessene Absolutdruck des Gases bei der Berechnung berücksichtigt.

Pn = Normdruck
Der Normdruck ist der Druck des Normzustandes (1.013,25 mbar)

K = Kompressibilitätszahl
Die Kompressibilitätszahl ergibt sich aus dem Quotienten der Realgasfaktoren bei Betriebsbedingungen und bei Normbedingungen. Sie berücksichtigt das von der Zustandsgleichung für ideale Gase abweichende Verhalten realer Gase.
Bei Peff < 1 bar ist K=1. Bei Peff = 1 bar wird die K-Zahl in Abhängigkeit vom Gasdruck, der Gastemperatur, dem Brennwert, der Dichte sowie der Stoffmengenanteile für CO2 und H2 nach der Standard-GERG-88-Virialgleichung berechnet.
Bei Gaszählern mit Zustands-Mengenumwerter sind die Parameter der Gasbeschaffenheitswerte als Festwerte hinterlegt mit denen die KU-Zahl bestimmt wird. Aus den tatsächlichen Gasbeschaffenheitswerten wird in Abhängigkeit vom Gasdruck und der Gastemperatur eine K-Zahl bestimmt. Bei Überschreitung der im DVGW-Arbeitsblatt G-486 angegebenen Toleranzen (0,25%) zwischen diesen beiden Werten wird das Normvolumen entsprechend korrigiert

= Wasserdampfpartialdruck

Der Wasserdampfpartialdruck ist für Erdgas näherungsweise = 0.

2. Verfahren zur Ermittlung des Abrechnungsbrennwertes Hs,eff:

Durch die E.DIS erfolgt keine Messung von Einspeisebrennwerten an Netzkopplungspunkten zu vorgelagerten Netzbetreibern. Diese werden monatlich, nach Ablauf des Liefermonates, vom vorgelagerten Netzbetreiber übermittelt. Bei Biogaseinspeisungen wird der Brennwert gemessen. Die Ermittlung des monatlichen Abrechnungsbrennwertes erfolgt je Brennwertbezirk unter Anwendung der Ersatzverfahren Brennwertzuordnung und Mittelwertverfahren. Dieser bildet die Grundlage für die Ermittlung der monatlichen Energiemenge am Ausspeisepunkt.

Energiemenge E = Hs,eff x Vn

Bei Abrechnungszeiträumen > 1 Monat erfolgt nochmals eine Mengenwichtung der monatlichen Abrechnungsbrennwerte.