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Neue digital arbeitende E.DIS-Schaltstation für Trebatsch

12.11.2020

Anlieferung der modernen E.DIS-Schaltstation am 12.11.2020 in Trebatsch
Anlieferung der modernen E.DIS-Schaltstation am 12.11.2020 in Trebatsch

Am 12. November wurde in der Mitte des Dorfes Trebatsch, in der Hauptstraße, eine neue, digital arbeitende Schaltstation der E.DIS errichtet. Um die Schaltstation an das Mittelspannungsnetz der E.DIS anschließen zu können, werden in den kommenden Tagen Aufgrabungen für die Verlegung der Kabeltrassen vorgenommen.

Eine neu errichtete Schaltstation, wie beispielsweise in Trebatsch, unterscheidet sich von den sonst auf den Baustellen der E.DIS errichteten modernen Trafostationen nicht nur durch die reine Bauwerksgröße von 3 mal 5 Meter Kantenlänge und einer Höhe über Erdbodenoberkante von zirka 2,6 Meter, sondern auch durch die im Inneren der Schaltstation verbauten elektrischen Komponenten.

Die Schaltstation hat ein Gesamtgewicht von zirka 28 Tonnen und wird anschlussfertig auf die Baustelle geliefert. Im Inneren der Schaltstation sind alle Komponenten fertig montiert, so dass lediglich noch die nach außen führenden Netzkabel an die Station angeschlossen werden müssen.

Elektrizität wird im Zuge der Energiewende zunehmend dezentral in Windkraft-, Biogas- oder in Photovoltaikanlagen erzeugt. An größeren Erzeugern und Einspeisern von Elektrizität befinden sich häufig so genannte Umspannwerke, die die Spannung auf beispielsweise 110.000 Volt Hochspannung transformieren. Durch die hohe Spannung wird der Transport der Elektroenergie über weite Strecken vom mehreren 100 Kilometern ermöglicht. In der Nähe der eigentlichen Abnehmer bzw. Verbraucher, wie beispielsweise einem Privathaushalt, befinden sich wiederum Umspannwerke, welche die ankommende Hochspannung in Mittelspannung, 20.000 Volt, heruntertransformieren.

Die Gemeinde Trebatsch wird über das Umspannwerk der E.DIS in Beeskow versorgt. Von dort aus verlaufen eine Vielzahl von 20.000 Volt-Kabel- bzw. Freileitungsstrecken „über Land", über die wiederum die einzelnen Verbraucher versorgt werden. Unweit dieser Endabnehmer befinden sich dafür Trafostationen, die die Spannung von 20.000 Volt auf die bekannte Haushaltsspannung von 400 Volt bzw. 230 Volt transformieren – Trafostationen, wie beispielsweise auch die neu errichtete Schaltstation in Trebatsch.

Der Einbau von digital arbeitenden Schaltstationen in das 20.000 Volt Stromversorgungsnetz ermöglicht es, technisch gesehen, mehrere Leitungssysteme parallel zu schalten und damit die Übertragungsfähigkeit des Netzes vom Umspannwerk bis hin zu den einzelnen Verbrauchern oder auch Erzeugern von Grünstrom zu erhöhen. Im Falle eines Leitungsfehlers auf einem Leitungssystem wird das fehlerbehaftete System im Umspannwerk und in der nächst gelegenen Schaltstation automatisch vom Netz getrennt, ohne dass benachbarte Systeme ausfallen. Möglich wird dies durch die in der Station verbaute digital arbeitende Fernsteuertechnik., die wiederum von der Netzleitstelle der E.DIS aus angesprochen und gesteuert werden können.