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E.DIS investiert über 30 Mio. Euro in Grünstromnetz im Fläming

27.09.2018

Mit der Inbetriebnahme eines 27 Kilometer langen 110-kV-Kabelsystems zwischen dem 380-/110 kV-Umspannwerk Schönewalde und dem 110-kV-Schaltpunkt Petkus ist der letzte große Meilenstein eines Projektes zum Abtransport von großen Mengen regenerativ erzeugtem Stroms aus der Region Fläming, südlich von Berlin, fertiggestellt. Mehr als 30 Mio. Euro investierte E.DIS in dieses Vorhaben.

Die Bauarbeiten sind vollständig abgeschlossen, alle notwendigen Prüfungen erfolgreich durchgeführt und sämtliche Zertifikate ausgestellt. Ein richtungsweisender Schritt zur Umsetzung der Energiewende und ein Meilenstein des Netzausbaus der E.DIS sind Realität geworden. 

Zwischen dem 380-/110 kV-Umspannwerk (UW) Schönewalde der 50Hertz Transmission GmbH und dem 110-kV-Schaltpunkt Petkus der E.DIS wurde ein 27 Kilometer langes Kabelsystem gebaut. Das E.DIS-UW in Petkus wurde um eine neue 110-kV-Schaltanlage erweitert. Außerdem wurde im Rahmen dieses Projektes eine 110-kV-Kabelverbindung zwischen den Umspannwerken Schönewalde und Schönewalde Süd sowie im UW Schönewalde eine moderne Kabelverbindung zu den 50Hertz-Anlagen errichtet. 

Neue Anforderungen durch den Gesetzgeber hatten im Frühjahr 2013 eine Neuausrichtung der Planungen für den Ausbau des 110-kV-Netzes notwendig gemacht. Für die Verteilnetzbetreiber und damit auch für die E.DIS begann so ein noch nie dagewesener Wandel. Waren Verteilnetze bis vor wenigen Jahren vor allem für die Versorgung der Haushalte, Gewerbe- und Industriekunden notwendig, so spielen sie heute und in Zukunft zudem eine bedeutende Rolle bei der Verwirklichung der Energiewende. 

Es gilt zunehmend, große dezentral aus Wind und Sonne erzeugte Strommengen aufzunehmen. Dabei übersteigt der in der Region produzierte grüne Strom immer häufiger die zeitgleich benötigte Energie im Netzgebiet, so dass er in andere Regionen Deutschlands abtransportiert werden muss. 

Für diese zusätzlichen Aufgaben errichten die E.DIS und der Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz Transmission GmbH die sogenannten Netzverknüpfungspunkte, über die der Grünstrom direkt über das Höchstspannungsnetz der 50Hertz in Regionen mit starker Energienachfrage abtransportiert wird.

Der Bau von Kabelnetzen in der Hochspannung stellte sowohl die Planungsingenieure als auch die ausführenden Baufirmen vor große Herausforderungen. Das Kabelsystem besteht aus drei einzelnen Kabeln mit einem Durchmesser von jeweils 12 Zentimetern, die in je einem Leerrohr verlegt werden. Das im Kern befindliche Leiterelement besteht aus 25 Quadratzentimeter Aluminium und hat einen Durchmesser von rund 6 Zentimeter. Um den Leiter befinden sich diverse Schichten Isolations- und Abschirmmaterial. Auch Lichtwellenleiter sind im Kabelmantel integriert. Ein Meter dieses hier verbauten 110-kV-Kabels hat ein Gewicht von 14,7 Kilogramm. Eine Kabeltrommel mit 1.815 Meter wiegt über 31 Tonnen. Das System liegt in einer Bodentiefe von rund 175 Zentimeter.

Um in der Bauphase auch ökologischen und archäologischen Aspekten ausreichend Rechnung zu tragen, gab es eine umfassende Baubegleitung.

Weiteres zur E.DIS AG:

Die E.DIS AG mit ihrer Tochter E.DIS Netz GmbH ist einer der größten regionalen Energienetzbetreiber Deutschlands und betreibt in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern auf einer Fläche von 35.500 Quadratkilometern ein rund 79.000 Kilometer langes Stromleitungsnetz. 

Hinzu kommt im östlichen Landesteil Mecklenburg-Vorpommerns und im Norden Brandenburgs auf einer Fläche von 9.770 Quadratkilometern ein ca. 4.800 km langes Gasleitungsnetz. 

In Fürstenwalde/Spree, Demmin und Potsdam befinden sich die drei großen Standorte des Unternehmens mit den wesentlichen zentralen Funktionen. 

Darüber hinaus arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von über 40 Standorten aus für eine zuverlässige Energieversorgung von Privat- und Gewerbekunden, Industrieunternehmen und Kommunen in der Region.

Mit ca. 2.500 Mitarbeitern einschließlich rund 150 Auszubildenden ist die E.DIS-Gruppe einer der größten Arbeitgeber in den neuen Ländern. 

Hauptgesellschafter der E.DIS AG ist E.ON, kommunale Anteilseigner sind mit rund einem Drittel an E.DIS beteiligt. 

E.DIS – Netze für neue Energie