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Zwei Monteure auf einem Strommast

Netzzukunft

Netzausbau bedeutet nicht nur neue Leitungen zu bauen, sondern auch, bestehende Netze umzubauen. Der kontinuierliche Ausbau oder Umbau der Netzinfrastruktur ist ein wichtiger Baustein im Rahmen der Energiewende.

Die E.DIS Netz GmbH investiert jährlich über 100 Millionen Euro in den Erhalt und Ausbau ihrer Strom- und Gasnetze - ein erheblicher Teil davon fließt in das Hochspannungsnetz.

Für den Ausbau des Hochspannungsnetzes gibt es verschiedene Gründe. Die häufigsten Ursachen sind die Zunahme der Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energiequellen, sich ändernder Strombedarf und der technische Anlagenzustand. Ebenso wichtige Punkte sind die Erhöhung der Versorgungszuverlässigkeit und die Verbesserung der Netzstruktur.

110-kV-Netzausbauplan nach § 14 Abs. 1 b EnWG

Auf dieser Seite finden Sie den nach § 14 Abs. 1 b Energiewirtschaftsgesetz zu erstellenden Netzausbauplan für das 110-kV-Hochspannungsnetz von E.DIS Netz.

Die zukünftige Netzentwicklung des 110-kV-Hochspannungsnetzes von E.DIS Netz wird weiterhin von einem Ausbau der Erneuerbaren Energien geprägt sein. Allerdings sind sowohl die zeitliche als auch die räumliche Ausprägung dieser Entwicklung aufgrund der Rahmenbedingungen noch unsicher. Das liegt zum einen daran, dass die Regionalplanung zur Windenergie in mehreren Planungsregionen der Länder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern noch nicht rechtsverbindlich abgeschlossen sind (räumliche Unsicherheit). Zum anderen müssen potenzielle Windparkbetreiber seit 2017 an Ausschreibungen teilnehmen, sodass auch die zeitliche Entwicklung der Bebauung aller Windeignungsgebiete offen ist (zeitliche Unsicherheit). Um auch mit dieser Unsicherheit eine bedarfsorientierte Netzentwicklung ohne zeitliche Verzögerung voranzutreiben, basiert die Netzentwicklung von E.DIS Netz immer auf den aktuellen Informationen der Regionalplanungsgemeinschaften.

Der Netzausbauplan umfasst den sehr langen Zeitraum von zehn Jahren. Änderungen sind unter anderem aufgrund von Veränderungen der Regionalplanung zur Windenergie und der notwendigen behördlichen Genehmigungsverfahren wahrscheinlich.

Netzausbauplan NAP2017 der ARGE OST

Insbesondere im 110-kV-Netz ist eine langfristige Planung notwendig. Von besonderer Bedeutung sind dabei die HöS/HS-Netzverknüpfungspunkte. Über diese zentralen Punkte wird sowohl das Verteilnetz gespeist als auch die in der Region erzeugte regenerative Energie in das Höchstspannungsnetz übertragen.

Bei der Ausbauplanung arbeitet E.DIS Netz eng mit den benachbarten Verteilnetzbetreibern sowie dem Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission zusammen. Ein Ergebnis ist der gemeinsam mit anderen Flächennetzbetreibern in Ostdeutschland erstellte Netzausbauplan „NAP2017“.

Die Verteilnetzbetreiber tragen die Hauptlast der Energiewende in Deutschland. 95 Prozent der Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien an Land (Onshore) sind an das Verteilnetz angeschlossen. Um eine Überlastung des Verteilnetzes zu vermeiden, ist ein rascher Netzausbau notwendig. Mit dem ersten gemeinsamen Netzausbauplan haben die Flächennetzbetreiber in Ostdeutschland dafür bereits im Jahr 2013 eine solide Grundlage geschaffen.

Im Jahr 2017 wurde der Netzausbauplan unter Berücksichtigung einer angepassten Prognose zur Entwicklung der Erneuerbaren Energien, innovativer Betriebsmittel und einer Analyse möglicher Einsparpotenziale durch die Anwendung der Spitzenkappung fortgeführt. Im Ergebnis müssen die ostdeutschen Flächennetzbetreiber insgesamt 445 km Trasse neu errichten sowie 2.156 km Trasse verstärken. An der Schnittstelle zum Übertragungsnetz sollen 39 Netzverknüpfungspunkte neu errichtet bzw. vorhandene erweitert werden.

 
Fachtagung ARGE OST 2017

Verteilnetzbetreiber halten den gemeinsamen Austausch für das Gelingen der Energiewende zwingend notwendig. Am 7. September 2017 fand deshalb in Leipzig die Fachtagung ARGE OST statt. Zirka 130 Teilnehmer, darunter hochrangige Fachleute der Verteilnetzbetreiber der Arbeitsgemeinschaft Ost (ARGE OST), Vertreter aus Politik, Bundesnetzagentur und Stadtwerken folgten der Einladung von ARGE OST und BDEW veranstaltet. Auch zahlreiche Vertreter der Übertragungsnetzbetreiber waren Gast und folgten dem Thema - Lösungen für die Energiewende im Verteilnetz. Der Präsident des BDEW, Johannes Kempmann, eröffnete die Tagung, die einen wichtigen Brückenschlag zwischen Praxis und deutschlandweiter Arbeit darstellt.
„Uns ist es wichtig, unsere konkreten Lösungen vorzustellen, und dann mit anderen Unternehmen im BDEW eine deutschlandweite Standardisierung zu schaffen. Die Veränderungen im Energiesystem können wir nur gemeinsam meistern“, sagt Dr. Adolf Schweer, technischer Geschäftsführer der MITNETZ STROM. Dabei wurden unter anderem die aktuellen Erfahrungen und praktischen Lösungen der Verteilnetzbetreiber besprochen, die Arbeitsweisen der ARGE OST sowie neue Studien vorgestellt. So wurde zum Beispiel der Netzausbauplan im Hochspannungsnetz der Verteilnetzbetreiber ARGE OST 2017 vorgestellt. Ein weiteres Schwerpunktthema war die Sektorkopplung. So ist diese nach derzeitigem Erkenntnisstand die einzige Möglichkeit, die Herausforderungen für die erfolgreiche Transformation des Energiesystems zu bewältigen. Weitere wichtige Themen waren e-mobility und die damit verbundenen Anforderungen an die Netze sowie notwendige Weiterentwicklungen des Rahmens für Engpassmanagement. Auch die Bundesnetzagentur war der Einladung von MITNETZ STROM gefolgt. Sie begrüßte, dass es mit der ARGE OST einen Zusammenschluss gibt, der die Veränderungen im Energiesystem gemeinsam lösen will und bereits erste Lösungen hervorgebracht hat. So gibt es für die Bundenetzagentur auch einen kompetenten Ansprechpartner aus dem großen Kreis der Verteilnetzbetreiber. „Die jährliche Fachtagung etabliert sich als Plattform. Daran sieht man, dass wir gemeinsam an Lösungen für das Gelingen einer echten Energiewende arbeiten“, schließt Dr. Schweer ab.

ARGE OST

Die ARGE FNB Ost wurde von den Flächennetzbetreibern Ostdeutschlands in 2012 gegründet. Zu diesen gehören neben MITNETZ STROM, ENSO NETZ GmbH, Dresden, E.DIS Netz GmbH, Fürstenwalde/Spree, AvaconNetz GmbH, Helmstedt, TEN Thüringer Energienetze GmbH & Co. KG, Erfurt, WEMAG Netz GmbH, Schwerin, sowie die Netze Magdeburg GmbH. Gemeinsam verfolgen Sie das Ziel, die Energiewende unter der Prämisse eines effizienten Netzausbaus zu ermöglichen In der Vergangenheit wurde das 10-Punkte-Programm, der 110-Kilovolt-Netzausbauplan 2013 und 2015 und Lösungen für Systemdienstleistungen erarbeitet. Inzwischen sind auch die Stromnetz Berlin und Stromnetz Hamburg Teil der ARGE OST. Die Arbeit der ARGE wird auch zunehmend in Politik und Verbänden wahrgenommen und beachtet.