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Netzzukunft

Netzausbau bedeutet nicht nur neue Leitungen zu bauen, sondern auch, bestehende Netze umzubauen. Für den Ausbau des Hochspannungsnetzes gibt es verschiedene Gründe. Die häufigsten Ursachen sind die Zunahme der Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energiequellen, sich ändernder Strombedarf und der technische Anlagenzustand. Ebenso wichtige Punkte sind die Erhöhung der Versorgungszuverlässigkeit und die Verbesserung der Netzstruktur.

Im Netz der E.DIS sorgt überwiegend die stark steigende Anzahl von regenerativen Einspeisern für den Netzausbaubedarf. Die erneuerbare Erzeugungsleistung im E.DIS-Netzgebiet erhöhte sich zuletzt im Jahr 2015 um rund 460 MW.

Insbesondere im 110-kV-Netz ist eine langfristige Planung notwendig. Von besonderer Bedeutung sind dabei die HöS/HS-Netzverknüpfungspunkte. Über diese zentralen Punkte wird sowohl das Verteilnetz gespeist als auch die in der Region erzeugte regenerative Energie in das Höchstspannungsnetz übertragen.

Bei der Ausbauplanung arbeitet E.DIS eng mit den benachbarten Verteilnetzbetreibern sowie dem Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission zusammen. In diese Planung fließen unter anderem die länderspezifischen aktuellsten Netzstudien, Energie- und Klimakonzepte.

Ein Ergebnis ist der gemeinsam mit anderen Flächennetzbetreibern in Ostdeutschland erstellte und mit den Landesregierungen, der Bundesnetzagentur und dem Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz abgestimmte “Netzausbauplan Ost“.

Die Verteilnetzbetreiber tragen die Hauptlast der Energiewende in Deutschland. 95 Prozent der Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien an Land (Onshore) sind an das Verteilnetz, sprich an das Hoch-, Mittel- und Niederspannungsnetz angeschlossen. Um eine Überlastung des Verteilnetzes zu vermeiden, ist ein rascher Netzausbau notwendig. Mit dem ersten gemeinsamen Netzausbauplan haben die führenden Verteilnetzbetreiber in Ostdeutschland dafür im Jahr 2013 eine solide Grundlage geschaffen.

Im Jahr 2015 wurde der Netzausbauplan unter Berücksichtigung einer angepassten Prognose zur Entwicklung der Erneuerbaren Energien, innovativer Betriebsmittel und einer grundlegenden Positionierung zur geplanten Spitzenkappung fortgeführt. Im Ergebnis reduzierte sich der erforderliche Netzausbau um ca. 230 km 110-kV-Leitungstrasse gegenüber den Berechnungen des Netzausbauplans 2013. Die Weiterentwicklung des Netzausbauplans wird auch den Forderungen der Bundesnetzagentur zur transparenten Darstellung geplanter Netzausbaumaßnahmen gerecht.